Sommerhaus

Donnerstag, 17.07.2014

So gut wie jede estnische Familie hat es: Ein Stückchen Land mit einem kleinen Häusschen in dem sie ihren Sommer verbringen. Die Großstädte leeren sich; schließlich brauchen die Touristen ja auch ihren Platz und wie ihr es bestimmt schon alle vernommen habt, Esten mögen Menschenmengen net so.

 

Da die Seminarleitung von meinen Seminaren hier in Estland uns Freiwillige zu ihrem Sommerhaus eingeladen hat, habe ich mir diese Chance nicht entgehen lassen und bin für einige Tage in den Süden, irgendwo mitten in den Wald, gefahren.  Es war wirklich eine sehr schöne Zeit, denn das estnische Wetter zeigte sich von seiner strahlendsten Seite, sodass ich beim Arbeiten auf dem Feld auch ein bisschen braun werden konnte. Jaaa, wenn ich schon mal einen kleinen Urlaub in meinem EVS habe, kann ich zumindest ein bisschen freiwillig auf estnischen Heufeldern herumwerkeln. Irgendwie war es auch echt toll mal wieder einer körperlichen Arbeit nachzugehen, bei der man ein Ergebnis sieht. Und das ganze in einer herrlichen Umgebung.

Ein bisschen darf ich jetzt auch einmal rumjammern . Es stört mich am Landleben mittler Weile nimme so, dass es eben keine Dusche gibt und man am besten in eine nahegelegenes Gewässer springt zum sich sauber machen (der nächste See oder Fluß oder das Meer ist nie weit weg), aber die Sache mit den Stechmücken ist schon ein bisschen gemein. Diese Viehcher nerven einfach nur! Und nun, wieder zurück in Tallinn, vermisse ich sie kein bisschen. Hingegen vermisse ich es bei einem kleinen Hunger zwischendurch einfach Beeren aus dem Wald zu sammeln oder sich am Erbsenfeld zu bedienen...

 

Viele liebe Grüße,

Krissi