Berichte von 06/2014

An Board

Mittwoch, 25.06.2014

Immer wieder erfreue ich mich wie viele Menschen es gibt, die unsren "Straßenkindern" (die meisten meiner Kinder/Jugendlichen, die im Peeteli betreut werden leben mittler Weile nicht mehr auf der Straße) etwas Gutes tun wollen. Dieses mal hatte die amerikanische Botschaft  die gute Idee uns auf ein Marineschiff einzuladen, das gerade am Hafen anliegt . Mit 13 Kindern, 3 weiteren Peetelimitarbeitern und sämtlichen ID Karten gingen wir an Board. Doch bevor wurden erst mal alle Taschen durchsucht und auch wir wurden kontrolliert . Natürlich haben wir es alle aufs Schiff geschafft. Die Blaskapelle spielte für uns und eine nette russischsprachige Mitarbeiterin führte uns herum . Die Kinder und Jugendlichen hatten die Möglichkeiten sich auf den Kapitänsplatz zu setzen oder in einem Bett einmal Probe zu liegen. In der Kantine gab es zur Stärkung Softdrinks und Cookies. Ohne Witz ich hatte noch nie in meinem Leben so leckere Cookies .

Auf die Cookies,

Krissi

 

Jaanipäev 2014

Dienstag, 24.06.2014

Ich habe es selbst kaum für möglich gehalten, aber nun ist es geschehen: Es gibt tatsächlich einen Feiertag in Estland an dem die Geschäfte schließen . Und natürlich musste ich diesen hohen Feiertag auch so estnisch wie nur möglich feiern. Zusammen mit einigen andren Freiwilligenfreunden  zog es mich aufs Land in die Nähe des Kiidisees . An Jaanipäev feiern die Esten die kürzeste Nacht des Jahres mit einem großen Lagerfeuer, estnischer traditioneller Livemusik, Volkstanz und jeder Menge Blumen im Haar für die Fruchtbarkeit im Sommer. Ich kann nun behaupten einen wirklich traditionellen Jaanipäev gefeiert zu haben mit sehr wenig Schlaf  - es war ja auch die kürzeste Nacht im Jahr.

Guts Nächtle,

Krissi

 

Schwaben im estnischen Sommer

Donnerstag, 19.06.2014

In den vergangen Tagen hatte ich erfreulicher Weise besuch aus der schwäbischen Heimat, da es Meike und Manu   nach Tallinn geschafft haben. Es war echt eine sehr tolle Zeit, schön mal wieder Freunde um mich herum zu haben und gaaaaaaaaaaanz viel schwäbisch zu hören.

Während ich mich glaub schon ganz gut damit abgefunden habe, die Bedeutung des Wortes "Sommerwärme" zu verstehen, war es für die beiden Schwaben glaub als ein bisschen frisch. Tja, der estnische Sommer. Ein Este hat mit erklärt, Sommer sei, wenn es über 10 C hat. Und wir hatten ja meistens auch über 10 C.

Allerdings konnte ich es auch net lassen während dem Besuch des Stroomirands , meinem absoluten Lieblingsort in Tallinn, einen kleinen Sandschneemann  zu bauen. Meike  hat ja auch mit ihrer Burganlage  und philosophischen Weisheiten wie "Manchmal muss man das Alte abbauen um etwas Neues aufzubauen" ganz schön viel vorgelegt.

An einem Tag hatten wir auch Zeit um gemeinsam Tallinn zu verlassen und Haapsalu  zu erkunden. Da ich bisher nur einmal mit dem Peeteli dort war, gab es auch für mich noch jede Menge neues zu entdecken. Seit langem bin ich mal wieder gerne in einen Tourishop rein gegangen und habe mir sogar zum Andenken etwas mitgenommen.

 

 

Um auch ein bisschen etwas mehr "Freiwilligenlebenluft" zu schnuppern schauten wir uns an einem Abend mit einigen andren Freiwilligen  natürlich auch zusammen das erste WM Spiel der Deutschen gegen Portugal  an. Hier in Estland bekommt man kaum etwas von WM ist, aber in unsrem internationalen Kreis, ist es gerade das Thema.

 

Liebe Meike, liebe Manu , vielen, vielen DANK für euren Besuch hier in Eesti. Ich freue mich schon drauf euch in Schwaben wieder zu sehen mit Temperaturen von über 20 C,

eure Krissi

 

Mitarbeiterausflug

Mittwoch, 18.06.2014

Weihnachten, Neujahr, Ostern, 1. Mai,... waren alle keine Gründe um meine Einrichtung für einige Stunden zu schließen, denn wozu gibt es denn Freiwillige, die im Notfall währen dem Gesamtteam auch einfach mal einen kleinen Ausflug mit allen Kindern/Jugendlichen unternehmen können. Doch für das Mitarbeiterpicknick 2014 wurden die Türen der Einrichtung einmal geschlossen und unsre Kinder und Jugendlichen wurden gut untergebracht mit Besuchen bei den Müttern, selbstorganisierten Tagesausflüge nach Helsinki oder mit Überstunden auf der Arbeit versorgt, sodass wir einmal ALLE zusammen einen Tag verbringen konnte. Das Wetter war leider net so toll, der estnische Juni ist sehr verregnet, sodass am Ende leider doch net alle mitgekommen sind.

Mit einem Boot  ging es von Tallinn auf die ca. 3 km2 große Insel Aegna. Neben einem deftigen alkoholreichem Frühstück hatten wir auch Zeit für Strandspaziergänge , eine kleine Wanderung über die Insel mit Entdeckungen von alten Kanonen und verlassenen Häusern, Verkostung von Klee und andren Naturgütern - frische Tannennadeln kann man z.B. auch essen - und natürlich meinem Highlight: der Benutzung einer Kiik  (estnische Dorfschaukel) bis wir den Tag gemütlich mit Grillen haben ausklingen lassen. Eva und ich nutzten die Zeit um uns gleich von den ganzen Mitarbeitern zu verabschieden. Allerdings habe ich danach festgestellt, dass ich trotz der Sommerzeit alle, die mit bei dem Ausflug waren, noch einmal sehen kann. Es lohnt sich eben doch im Sommer auf drei Peeteli Sommerlager zu gehen.

Es war ein wirklich sehr schöner und ausgelassener Tag an dem viel gelacht wurde.

Bis bald,

eure Krissi

 

 

           

Daheim im Heim

Montag, 16.06.2014

Ab heute lebe ich nun in einer Wohngruppe von meinem EVS Projekt. Vielen von euch kommt das bestimmt schon ein bisschen bekannt vor, da ich dies ja schon öfters gemacht habe. So als Abschluss fühlt es sich auch gerade echt gut an. Es ist bei uns im Peeteli gerade recht ruhig; alles stellt sich sanft auf den Sommerurlaub und die Sommercamps ein. Die eine Wohngruppe, die nun das zu Hause von Eva und mir ist, ist so gut wie geschlossen, da nur noch eine 18jährige Jugendliche mit uns wohnt, die aber sehr selbstständig (und recht ruhig) ist und uns eigentlich nur braucht, wenn sie nach 22 Uhr wieder ins Haus rein will . In der andren Wohngruppe sind noch vier Kinder/Jugendliche und nun ist es eben auch mal schön am Abend einfach gemütlich auf eine Tasse Tee runter zu gehen oder noch mal eine Runde Memory zu spielen. Irgendwie fühle ich mich in diesen Momenten dann noch mehr wie eine Freiwillige bzw. Wegbegleiterin von unsren Kindern und Jugendlichen.

Durch den Umzug habe ich auch gemerkt, dass es wohl gar net so schwer wird Estland gepäcktechnisch wieder zu verlassen. Ich muss mich nur noch von ein paar Kleidern trennen und dann passt das ja alles.

Wer meine neue Adresse noch braucht, darf sich natürlich gerne melden! ich freue mich nach wie vor über Post.

Liebs Grüßle

Krissi

 

Überlebenstraining

Freitag, 13.06.2014

Selten habe ich mich so sehr darauf gefreut einfach mal wieder trocken zu sein. In den vergangenen 2 Tagen hatte ich das Vergnügen auf meinem ersten Peeteli Ausflug mit Übernachtung dabei zu sein. Ziemlich schnell hat sich das Ganze als kleines Überlebenstraining herausgestellt. Aber ich habe ja überlebt und das ist alles, was zählt. Alle andren haben es auch überlebt, obwohl 3 von unsren Kindern eine Weile am Abend im Wald verloren waren. Am Ende waren alle da und wenn ich nun die Fotos anschaue, weiß ich gar nicht mehr, warum ich es eigentlich so anstrengend gefunden habe. Gut, die Sache mit dem Dauerregen war ein bisschen unangenehm...

Eigentlich kann man ja davon ausgehen, dass es Mitte Juni recht gutes Wetter hat und somit spricht nichts gegen eine kleine 12 km Wanderung von einem kleinen See mitten im estnischen Wald zu einem Militärstützpunkt um dort in Zelten zu übernachten und um dann am nächsten Tag 20km auf dem Kanu zurückzulegen. So ähnlich lief das Ganze auch ab. Wir haben nur einen kleinen Umweg genommen und sind somit rund 20km gewandert. Die Übernachtung in Bundeswehrzelten ist überwiegend ins Wasser gefallen (einige große Jungs haben in einem beheizbaren Bundeswehrzelt geschlafen - ich habe auf dem Boden der Toilettenräume geschlafen) und die Kanutour wurde ebenfalls verkürzt. Und auch wenn ich zwischendurch echt einfach keine Lust mehr hatte, rückblickend war es eine sehr lehrreiche und erlebnisreiche Zeit. Von händchenhaltend mit einem neunjährigen Mädchen zu wandern und sich im gebrochenen estnisch über die Lieblingsfarbe und die Lieblingstiere zu unterhalten, Essen zu verteilen, Kinder beim Anziehen der Regenmäntel zu helfen, beim Kanufahren einem mit Absicht verlorenem Paddel hinterher zu fahren und anschließend im Baum zu landen (NEIN, wir sind nicht gekentert) bis hin zu einem Gespräch mit einem 18jährigen über körperliche und seelische Schmerzen oder der Erkenntnis, dass eine Jugendliche, die eigentlich keine Drogen mehr nimmt, doch eindeutig unter Drogen stand, war mal wieder alles geboten.

Nach dem Ausflug gab es im Peeteli noch eine Geburtstagsfeier mit Lasagne, Salat, Grillwürstchen und Torte.

Für mich hieß es dann Abschied nehmen von unsrem jüngsten in der Wohngruppe. Er darf über den Sommer Urlaub in einer norwegischen Familie machen. Es war der erste tränenreiche Abschied hier in Estland.

Alles Liebe,

eure Krissi

 

Das große WOW von St. Petersburg

Dienstag, 10.06.2014

WOW!, St. Petersburg ist einfach beeindruckend. Noch jetzt fällt es mir schwer davon zu erzählen da noch immer die gefühlten Tausend Eindrücke in meinem Kopf umher schwirren. Schaut euch einfach selbst einmal die Fotos an:

 

 Aufregend war die Reise ja schon. Mit dem Bus ging es ganz früh morgens von Tallinn aus los. Während ich die ersten 3 Stunden so vor mich hingedöst habe, erreichten wir bei Narva die Grenze. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich in meinem Reisen die EU verlassen habe. Insgesamt wurde beim Pass von 4 verschiedenen Polizisten begutachtet, bevor ich nach Russland einreisen durfte. Auch der Reisebus und das Gepäck wurden kontrolliert.

Neben dem typischen touristischen Sightseeing hat es mich an einem Vormittag auch das Projekt, einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung, von einigen ICE Freiwilligen verschlagen. Dort leben ca. 1000 Menschen mit Behinderung und das Ganze erinnert mehr an ein Krankenhaus. In einem Zimmer leben bis zu 27 Personen, Bett an Bett, auf jeder Station gibt es einen Arzt, der, so wie ich es wahrgenommen habe, das Sagen hat. Bevor ich also auf eine Station gehen konnte, musste ich mich erst einmal bei der Ärztin vorstellen. Ich bin noch immer sehr beeindruckt, wie die Freiwilligen arbeiten und mit wie viel Liebe und Geduld sie dort sind. Es ist wirklich keine einfach Aufgabe, die sie dort haben. Dazu kommt noch ein täglicher Arbeitsweg von knapp 2 Stunden pro Weg.

Ich denke ich habe die Richtige Entscheidung getroffen diesen Urlaub in Russland unternehmen. St. Petersburg war ein großes Abenteuer, das mir sicherlich für immer in Erinnerung bleiben wird. Ich empfehle wirklich jedem, der einmal die Chance bekommt, diese Stadt zu besuchen, sie auch zu nutzen und sich verzaubern zu lassen.

Natürlich konnte ich auch wieder Sicher aus Russland ausreisen, natürlich wieder mit einer 4x Passkontrolle, und bin wieder in meinem Tallinn.

Alles Liebe,

eure Krissi

Feiertage

Montag, 09.06.2014

Jetzt weiß ich auch, was mir im Mai und und der ersten Junihälfte schon etwas gefehlt hat: FEIERTAGE. Religion spielt in Estland eigentlich keine Rolle. Heute bekennen sich noch etwa 30 % der Bevölkerung als Mitglieder in christlichen Kirchen beziehungsweise Glaubensgemeinschaften. Davon sind:

  • 13,6 % evangelisch-lutherisch
  • 12,8 % orthodox 
  • 0,5 % Baptisten
  • 0,5 % römisch-katholisch

Dementsprechend gab es in den letzten Wochen kein Christi Himmelfahrt und während mir gerade sämliche Freunde erzählen, wohin sie am langen Pfingstwochenende reisen, muss ich sagen, dass man hier in Estland nichts von Pfingsten merkt. Das steht nicht mal im Kalender . Und ich glaube Fronleichnam wird in 10 Tagen auch ausfallsen...

 

Dafür haben wir am 24. Juni den größten estnischen Feiertag, den Jannipäev (Johannestag; der längste Tag des Jahres). Gefeiert wird die kürzerste Nacht des Jahres vom 23. auf den 24. Juni. Ich muss echt zugeben, dass ich sehr überrascht war, als ich mal ganz vorsichtig bei mir im Projekt nachgefragt habe, ob ich denn am 24. frei haben könnte (am 25. beginnt dann eh schon mein erstes Sommercamp), dies mit einem selbstverständlichen "Ja" beantwortet bekommen zu haben. Darüberhinaus hab ich NATÜRLICH auch am 23. Juni frei und da dies ein Montag ist, brauche ich auch samstags und sonntags nicht arbeiten (dafür war es total selbstverständlich, dass ich am Ostersonntag sowie am 1. Mai gearbeitet habe ). Mich freut es, da ich nun ganz traditionell aufs Land fahren kann und die kürzeste Nacht des Jahres an einem kleinen Ort an einem See mit einer kiik (einer Dorfschaukel, ziemlich geniales Teil -> das Teil ist auch ein Blogeintrag wert) und Lagerfeuer verbringen kann. Bericht folgt...

 

Euch allen ein gesegnetes Pfingsfest,

Krissi

Vembu Tembumaa

Samstag, 07.06.2014

Nein, Vembu Tembu ist dieses mal kein estnischer Wortlaut, den ich als Überschrift gewählt habe; es sind die Name zweier Affen, welche die Maskottchen für den gleichnamigen Vergnügungspark sind. Und in diesem Vergnügungspark haben wir den Peeteli Happy Day 2014 verbracht. Einmal im Jahr werden unsre Kinder und Jugendlichen von einer Gruppe Norweger zu diesem Tag eingeladen. Mit einem angemietet Reisebus mit ca. 60 Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 18 Jahren und natürlich einigen Erwachsenen ging es auf nach Kurtna zum Vembu Tembumaa um einen glücklichen Tag zu verbringen. Was der Park so zu bieten hat, könnt ihr euch HIER anschauen .

Die Erwachsenen und einige ältere Jugendlichen waren jeweils für 1 bis 3 Kinder zuständig und somit konnten wir in kleinen Gruppen den Park erkunden. Ich war für zwei Mädels verantwortlich, die miteinander befreundet sind und mich vom Day Care Center kennen. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen, in der wir viel gelacht haben. Eines "meiner" Mädels hat es gerade nicht so einfach: Der Vater hat sie und ihre Mutter im letzten Rausch aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen und nun schlafen sie einmal hier und da. Ich selbst habe das erst heute von ihr erfahren. Echt gut, dass wir in kleinen Gruppen mit zugeteilten Erwachsenen unterwegs waren, sodass wir neben dem Kaninchenfüttern auch die Zeit und das Vertrauen gefunden haben um auch ein bisschen über so etwas zu reden. Immer wieder bin ich auch überrascht, wie verständnisvoll die Kinder untereinander miteinander umgehen, wenn die Freunde gerade in einer solchen schwierigen Situation stecken.

 

Alles Liebe, eure Krissi

Palju õnne sünnipäevaks, Eesti lipp

Mittwoch, 04.06.2014

Wenn die estnische Flagge an einigen Häusern zu sehen ist und von Bus, Tram, Trolley und Taxi wehend durch die Straßen gefahren wird, muss ein estnischer Feiertag sein. Wir vom Peeteli hatten unser Frühlingsfest mit Luftballons, Kinderschminken, Tanz- und Gesangsvorführungen, Trompetengespiele vom Kirchturm, einem Musiker, einer Lotterie und natürlich gutem Essen, aber das war ja wohl kaum der Grund, warum ich heute überall Blau-Schwarz-Weiß gesehen habe. Nein, dies hat einen andren Grund: Heute ist der Geburtstag der estnischen Nationalflagge. Das gute Stück wurde heute 130 Jahre alt. Hier ein Bild, falls ihr gerade nicht mehr so genau wisst, wie die Flagge aussieht:

Sie wurde erstmals als Fahne des Vereins Studierender Esten (estnisch: Eesti Üliõpilaste Selts oder EÜS) einer Studentenverbindung an der Universität Tartu bekannt, für die sie am 4. Juni 1884 im Pastorat von Otepää geweiht wurde. Sie wurde später mit dem estnischen Nationalismus in Verbindung gebracht und während der ersten estnischen Unabhängigkeit ab 1918 als estnische Flagge verwendet. Formell wurde die Flagge am 21. November 1918 zur Nationalflagge erklärt.

 

Das Blau steht für die Treue und das Vertrauen - sowie für den blauen Himmel, das Meer und die Seen Estlands.

Das Schwarz steht für die tragische Vergangenheit Estlands und soll an die traditionellen schwarzen Jacken der estnischen Bauern erinnern.

Das Weiß steht für das Sterben nach Erleuchtung und Tugend in der Zukunft. Weiß ist auch der Farbe der vielen Birkenrinden, des Schnees und der weißen Nächte in Estland.

 

Seit lieb gegrüßt aus Eesti,

eure Krissi

Von der andren Seite

Dienstag, 03.06.2014

Noch zu gut kann ich mich an meine eigenen Schulaufführungen erinnern und auch an so einige Elternvorführungen, bei denen ich als Erzieherin gehofft habe, dass alles gut geht. Heute durfte ich noch eine 3. Seite von Elternveranstaltungen kennen lernen. Heute war ich sozusagend als "Mutter" mit dabei, konnte mich auf einen Stuhl setzen und einfach nur unglaublich stolz sein, was "meine" Kinder so veranstalten. Von Singen, Tanzen und Gedicht aufsagen war alles mit dabei. Natürlich habe ich, so wie es sich gehört, ganz viele Fotos gemacht und zum Teil auch mitgefilmt.

Auf dem Weg nach Hause hat mir ein Mädchen erzählt, dass ihre Eltern noch nie zu einer Schulaufführung von ihr gekommen sind, aber heute war ich ja da. Ich genieße es sehr als Freiwillige einfach die Möglichkeit zu haben so für die Kinder und Jugendlichen da zu sein.

 

Morgen haben wir bei uns im Peeteli dann unser Frühlingsfest. Es werden 70 Kinder und 30 Erwachsene erwartet. Ich bin schon gespannt und werde natürlich davon hier berichten.

 

Alles Liebe,

eure Krissi

Seebimullid 2014

Sonntag, 01.06.2014

Heute habe ich an einem wirklich sehr genialen Flashmob teilgenommen. Um 17.00 Uhr versammelten sich viele Menschen in einem Park im Stadtzentrum von Tallinn um gemeinsam ca. 1 Stunde lang Seifenblasen zu blasen. Das Ganze war echt ziemlich genial und sah wunderschön aus:

Guts Nächtle,

eure Krissi